Was tun gegen Hitze auf der Freizeit?

Klar  – jeder freut sich über gutes Wetter auf der Freizeit. Was aber, wenn die Sonne derartig auf die Köpfe brezelt, dass weder Jeopardy noch Schrubberhockey funktionieren – und erst recht keine wilde Jagd durchs Haus? Hier kommen Hensers Tipps für heiße Freizeit-Tage!

Sechsunddreißig Grad und es wird noch heißer… Was in der Popmusik noch ganz herrlich klingt, kann auf der Freizeit zum Stimmungskiller werden. Aktive Sportspiele werden statt zur wilden Gaudi eher zur Belastungsprobe. Die Teamer bekommen beim Anleiten der einfachsten Ratespiele eine heiße Birne – und die Ärmsten von allen sind wohl die Helfer in der Küche, bei denen Backöfen brummen, Herdplatten heiß laufen und Wasserdampf aus den Töpfen aufsteigt und jede Freizeitküche zur finnischen Sauna macht. Diese Tipps helfen, der Hitze auf Freizeit Herr zu werden!

1. Trinken, trinken, trinken

So einfach – und doch so wichtig. Trinken, trinken, trinken – und zwar Wasser, Wasser, Wasser. Es ist nicht mehr das wichtigste, ob bei jedem Programmpunkt das richtige Material an Ort und Stelle ist – sondern ob große Töpfe oder Kanister voll mit kühlem Wasser bereit stehen, um zwischendruch regelmäßig zu trinken. Wenn man mit 50 Leuten oder mehr unterwegs ist, kann das eine ganz schöne Aufgabe werden. Unser Tipp in heißen Tagen: Bestimmt einen Wasserminister, der sich nur um diese Aufgabe kümmert. Das können übrigens auch super die Teilnehmer übernehmen! Eure Teilnehmer wollen kein Wasser pur trinken – aber Sprudelwasser einkaufen ist zu teuer? Garniert die Wasserpötte mit Zitronen-, Orangen oder Gurkenscheiben. Kostet fast nix – schmeckt super und ist leicht!

2. Programm umstricken!

Ihr habt vermutlich richtig viel Programm vorbereitet und einen guten Plan gemacht. Seid nicht scheu, die vorbereiteten Dinge in den Wind zu schießen und stattdessen einfach hitzegerechte Dinge zu machen. Wasserball statt Fußball. Die Lagerolympiade zu Wasserspielen machen. Statt der Wanderung eine Bootstour organisieren. Statt der Filz-AG selber kreatives Fächerbasteln.

Und nicht nur WAS ihr macht ist bei Hitze wichtig – auch WANN ihr was macht. Da kann man zum Beispiel von den Südeuropäern lernen. Früher aufstehen, später ins Bett gehen und so die kühlen Stunden des Tages nutzen. Dafür gibts eine ausgedehnte Siesta von 13-16 Uhr mit viel Schlaf. Vorher natürlich ein kaltes, leichtes Mittagessen.

3. In der Küche einen kühlen Kopf bewahren!

Das Küchenteam hat sicherlich den heißesten Job auf einer Hitze-Freizeit! Aber mit ein paar Tricks kann man der Hitze der Kochhölle entgehen. Zunächst sollte man so viele Tätigkeiten wie möglich nach draußen verlegen. Richtet euch einen Arbeitstisch draußen im Schatten ein, an dem ihr schnippeln und vorbereiten könnt. Je weniger Zeit ihr in der heißen Küche verbringt, desto besser. Im Idealfall könnt ihr euch sogar einen Wasserschlauch bis zu eurem Arbeitstisch legen – dann könnt ihr draußen auch Gemüse putzen – und zwischendurch kaltes Wasser über die Füße laufen lassen.

Ihr könnt draußen auch eine ganze Kochstation aufbauen. Mit einem großen Grill und einem Hockerkocher habt ihr schonmal zwei wichtige Geräte, die ihr draußen betreiben könnt. Und: Diese Geräte verursachen schonmal keine Hitze in der Küche! Damit geht fast alles. Und wenn ihr draußen sitzt, dann ist es auch nicht so wild, wenn drinnen der Backofen läuft.

Wenns beim Kochen übrigens heiß wird, empfehlen wir: Ein Küchenhandtuch komplett kalt durchnässen und über den Nacken legen. Das macht einen deutlichen Unterschied! Alle 15 Minuten frisches Wasser aufs Handtuch – und milder wirds!

Draußen kochen und essen hilft an heißen Tagen, einen kühlen Kopf zu bewahren!
Draußen kochen und essen hilft an heißen Tagen, einen kühlen Kopf zu bewahren!

 

Letzter Tipp für die Küche: Stellt auch eure Rezepte um. Natürlich habt ihr viel vorgeplant. Aber manche Dinge lassen sich mit einfachen Handgriffen in leichte Sommergerichte verwandeln. Lasagne geplant? Kauft Wrapfladen und Blattsalat. Hackfleisch, Tomate und Käse könnt ihr weiter benutzen und statt „schwerer Lasagne“ habt ihr „leichte Wraps“. Linsensuppe vorüberlegt? Mit zwei, drei Handgriffen wird ein Linsensalat daraus – die Bockwürstchen kann man separat dazu reichen. Spaghetti Bolo im Kühlschrank? Nur Pesto, Rucola, Eier, Mehl und Senf dazukaufen – und Zack habt ihr einen italienischen Nudelsalat mit gegrillter Frikadelle.

Übrigens: Am Besten gibt es die warme Mahlzeit Abends und nicht Mittags!

4. Kaltmachertricks

Ein nasses Handtuch über dem Nacken (wie die Küchenleute) kann auch jedem Teilnehmer oder Mitarbeiter gut tun! Wirds richtig heiß, kann das Handtuch auch einfach über den Kopf gelegt werden. Ist der Kopf kalt, geht es weiter mit den Füßen. Waschschüsseln mit kaltem Wasser füllen – Füße rein! Oder die Workshop- oder Diskussionsrunde einfach mal am Badesteg machen mit Füßen im See. Oder: Trotz der Hitze – Socken an. Aber natürlich auch regelmäßig neu durchnässt!

 

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Jonas Henser, Jahrgang 1984, ist seit 2012 dabei und der Junior im Familienunternehmen – dabei ist er irgendwie doch ein alter Hase. Nicht nur, weil er schon als Windelkind von seinen Eltern auf jede Freizeit mitgeschleift wurde, sondern auch, weil er seit Jahren Gruppenreisen hauptverantwortlich anleitet. Nach dem Studium der Theater-, Film- und Fernseh­wissen­schaft und einem Ausflug über den WDR-Hörfunk ist der passionierte Bariton und Ensemblesänger in das Familienunternehmen einge­stiegen. Das berufsbegleitende Studium im Fach „Management, Ethik und Organisation“ an der CVJM-Hochschule in Kassel macht Jonas zu einer starken Kombination aus Kreativem und Organisator. Eben ein „Organisationas.“

Juli 2018, Kategorien: Allgemein, Küche

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