„Pizza oder Pommes für alle?“ – oder warum Inventarlisten für Küchen nicht wirklich weiterhelfen.

„Können wir eine Inventarliste für die Gruppen-Küche bekommen?“ Diese Frage erreicht uns regelmäßig vor der Reisesaison. Besorgte Gruppenköche bereiten sich auf die Freizeit vor und wollen auf Nummer Sicher gehen.

„Nein, führen wir nicht“ lautet unsere regelmäßige Antwort. Aber warum nur sind wir hier vermeintlich nachlässig, wo wir sonst an allen Ecken und Enden so pingelig sind?

  1. Bei uns kommen nur Häuser ins Programm, die eine grundsätzlich gut ausgestattete Gruppenküche haben. Schließlich kommen wir aus der praktischen Freizeitarbeit und ein Teil unseres Teams fährt immer noch regelmäßig selbst ins „Sommmerlager“. Und auch in der Gruppenküche haben manche im Team gearbeitet und auf vielen Freizeiten viele Teilnehmer bekocht. Da ist der Blick in die Küche schon aus Prinzip kritisch…
  2. Wir listen in unseren Beschreibungen alle wichtigen Großgeräte auf und haben uns persönlich vergewissert, dass die Ausstattung an Geschirr, Besteck und restlichem Inventar ausreichend für die Gruppengröße ist.
  3. Wir besuchen unsere Häuser aus gutem Grund sehr regelmäßig. Ein Blick in die Küche oder ein Gespräch über wesentliche Veränderungen dort ist Standard, um sicher zu sein, dass unsere Anforderungen weiterhin erfüllt werden.

Damit ist schon mal Verlass darauf, dass das Küchenteam die Gruppe grundsätzlich gut bekochen kann!

Küchenplan unbedingt mit Küchen-Hardware abgleichen!

Wir achten auf gut ausgestattete Küchen – so wie die echte Spitzenküche in Kaben in Norwegen!

 

Beim Erstellen des Küchenplans ist natürlich wichtig, welche Art Hardware vor Ort vorhanden ist. Daran hängt die Auswahl der Gerichte: Pommes ohne Friteuse oder Pizza für 40, wenn es nur einen Backofen mit Ober- und Unterhitze gibt, wird garantiert ein Flop. Also gut hinschauen, was unsere Fotos und Beschreibungen von Herden, Öfen, Spülmaschinen hergeben. Hier sind wir so genau wie möglich! Das hilft dem Küchenteam richtig weiter.

Wenig hilfreich hingegen ist die Auflistung von Inventar wie Messern, Brettchen, Durchschlägen, Schüsseln, Schälchen u.ä. Im laufenden Sommerbetrieb kann das zum einen niemand nachhalten. Und was tun, wenn die Vorgruppe mit dem Servierwagen voller Teller verunglückt ist? Oder wenn ein schusseliger Teilnehmer beim Küchendienst das entscheidende Ritzel für die Küchenmaschine mit den Kartoffelschalen entsorgt hat?

Hier gibt es nur zwei Möglichkeiten:

Improvisieren ist wichtig – zur Not geht halt die Pfanne auf den Grill!

„Improvisieren können“ kann man vorbereiten!

Bei den wichtigen Dingen auf sich selbst verlassen! Erfahrene Köche haben immer einen eigenen Messersatz und eine eigene Küchenmaschine dabei. 10 preiswerte Auflaufformen vom Möbeldiscounter „sind nie wech“, wie wir in Ostwestfalen sagen. Ein eigener Hockerkocher mit Gasflasche auf der Terrasse ergänzt vielleicht die geringe Anzahl von Herdplatten.

Improvisieren können, wenn mal was nicht klappt! Auch auf Fußrosten kann man grillen, in Saftgläsern lässt sich Nachtisch servieren, Suppe schmeckt aus Tassen… Bei vielen lustigen Geschichten, die uns immer mal wieder erreichen, sind solche Stories allerdings die Ausnahme – es lohnt sich eben doch, dass wir regelmäßig mit Euren Augen in die Küchen schauen!

Hier findet ihr einige der Henser-Häuser mit den 1-A-mit-Sternchen-Küchen!

 

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Autor: Suse Henser

Suse Henser, Jahrgang 62, kennt jedes Haus aus dem Effeff, hat sie selbst besucht und selbst beschrieben. Als langjährige Begleiterin und Köchin bei Gruppenreisen wie auch als Mutter dreier Kinder weiß sie ganz genau, dass jedes Detail wichtig ist. Sie ist unsere Fachfrau für die Handicap­gruppen. Weil sie fließend Niederländisch spricht, ist sie auch die Expertin für Holland. Und sie kennt sich mit unseren Spezial-Zielen wie Irland, Finnland und Griechenland bestens aus.

Juli 2018, Kategorien: Allgemein, Küche, Vorbereitung

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